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Bitcoin Zyklus Erklärung: Der Bitcoin Markt genau analysiert

Ein Bitcoin Zyklus beschreibt das wiederkehrende Muster aus Aufschwung, Höhepunkt, Rückschlag und Bodenbildung, das den Bitcoin-Kurs seit über einem Jahrzehnt prägt.

In etwa diesem Takt wiederholt sich dieses Muster, getrieben vom Halving, bei dem alle 210.000 Blöcke die Belohnung für Miner halbiert wird. Garantiert ist dieser Takt nicht. Über mehrere Halvings hinweg hat er sich aber so konstant gezeigt, dass er sich für viele Anleger und Investoren zu einem festen Bezugspunkt entwickelt hat.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wie der Verlauf funktioniert, welche Phasen er durchläuft, welche Faktoren ihn beeinflussen, und warum sich seine Dynamik 2025 und 2026 sichtbar verändert.

Was genau ist der Bitcoin-Marktzyklus?

Der Bitcoin-Marktzyklus ist eine Abfolge von Phasen, in denen sich der Preis zyklisch zwischen starkem Anstieg, Spitze, Rückgang und Erholung bewegt. Klassische Aktienmärkte verlaufen langsamer; am Kryptomarkt sind die Bewegungen typischerweise heftiger und schneller. 

Als Leitwährung des Sektors gibt die grösste Kryptowährung den Takt vor, dem die Welt der Kryptowährungen typischerweise folgt. Historisch lassen sich seit Bitcoin entstand mehrere klar abgegrenzte Zyklen beobachten, die jeweils mit einem Halving in Verbindung stehen. 

Diese zyklische Bewegung ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis von Angebotsmechanik, Anlegerstimmung, geldpolitischer Lage und technischer Entwicklung. Wer den Verlauf versteht, kann seine aktuelle Position besser einordnen und seine eigene Strategie daran ausrichten, ohne sich in kurzfristigen Bewegungen zu verlieren.

Wie funktioniert der Marktzyklus genau?

Dieser Verlauf funktioniert wie eine Welle, die in vier wiederkehrenden Phasen abläuft. Diese Abschnitte lassen sich am besten anhand der Marktstimmung und der Kursdynamik unterscheiden.

In der Akkumulationsphase ist das Interesse niedrig, die Berichterstattung minimal und der Preis auf einem Tief. Erfahrene Anleger und langfristig orientierte Akteure bauen ruhig Positionen auf. In der Wachstumsphase beginnt der Preis spürbar zu steigen.

Etablierte Akteure und später Privatanleger steigen ein, die Volatilität nimmt zu, neue Allzeithochs sind möglich. Die Distributionsphase markiert den Übergang in die Spitze. Grosse Marktteilnehmer nehmen Gewinne mit, die Bewegung läuft seitwärts oder schwankt deutlich, die Stimmung wird unsicher. In der Korrekturphase folgt der Rückgang.

In vergangenen Zyklen korrigierten die Notierungen jeweils zwischen 75 und 85 Prozent von der Spitze. Diese Periode kann mehrere Monate bis über ein Jahr dauern. Am Ende formt sich ein neues Tief, der Markt beruhigt sich, und der Kreislauf beginnt von vorn. Diese Etappen sind keine exakte Schablone, sie überschneiden sich und variieren in der Dauer.

Was ist der Bitcoin Bullenmarkt und Bärenmarkt?

Bullen- und Bärenmärkte beschreiben die zwei dominanten Stadien jedes solchen Verlaufs. 

In Bullenmärkten steigen die Notierungen über längere Zeit deutlich, das Handelsvolumen wächst, die Stimmung ist optimistisch, und neue Kapitalzuflüsse aus dem traditionellen Finanzsektor verstärken die Bewegung. 

In Bärenmärkten dreht sich das Bild. Die Preise fallen, Anleger reduzieren Risiko, viele Privatinvestoren steigen aus, und die mediale Aufmerksamkeit verschwindet weitgehend. Diese Abschwünge waren historisch scharf, mit Verlusten von 70 bis über 80 Prozent. 

Beide Stadien gehören zum normalen Verlauf eines Marktes und sind kein Fehler im System. Erfahrene Anleger nutzen Bärenmärkte für gezielte Käufe, während Bullenmärkte oft jene Periode sind, in der überhitzte Erwartungen entstehen. 

Wer den Unterschied versteht, kann sein eigenes Verhalten besser steuern, gerade in Zeiten extremer Volatilität.

Was ist der vier Jahre Bitcoin-Marktzyklus?

Diese Beobachtung besagt, dass sich Bitcoin seit seinem Bestehen in einem Rhythmus von rund 48 Monaten bewegt, der jeweils mit einem Halving startet. Auf das Ereignis folgt historisch ein Aufschwung mit neuem Allzeithoch, danach eine scharfe Korrektur und eine Erholung, bevor der Verlauf von vorn beginnt. Konkret:

  • 2012 fand das erste Halving statt. Der Preis stieg von rund 12 auf etwa 1’150 US-Dollar bis Ende 2013, gefolgt von einem Rückgang um rund 85 Prozent.
  • 2016 folgte das zweite. Bis zum Spitzenjahr 2017 erreichte der Preis fast 20.000 US-Dollar und korrigierte danach um rund 80 Prozent.
  • 2020 brachte das dritte. Der Preis stieg auf 69’000 US-Dollar im November 2021, gefolgt von einer 75-Prozent-Korrektur im Abwärtszyklus 2022.
  • April 2024 markierte das vierte. Die Folgephase verläuft bislang ruhiger als zuvor.

Dieses Muster ist keine Garantie. Es zeigt aber, dass der Markt über vier Halvings hinweg einem ähnlichen Ablauf gefolgt ist und viele Marktteilnehmer ihre Erwartung daran ausrichten.

Wie lange hält solch eine Phase normalerweise an?

Eine einzelne Etappe dauert durchschnittlich zwischen sechs und 18 Monaten, wobei der Aufschwung und der anschliessende Abschwung historisch die markantesten Zeiträume sind. 

Die Akkumulation nach einem Abwärtsmarkt zog sich in der Vergangenheit oft zwölf bis 18 Monate hin, bevor neue Kapitalzuflüsse die Wachstumsphase einleiteten. 

Der Aufschwung erstreckte sich danach durchschnittlich über zwölf bis 15 Monate, in denen der Kurs von einem mehrjährigen Tief auf ein neues Hoch lief. Der eigentliche Abschwung dauerte historisch ebenfalls rund ein Jahr, manchmal etwas länger. 

In Summe erstreckt sich ein vollständiger Verlauf von einem Halving zum nächsten über etwa 48 Monate. Das sind Erfahrungswerte aus früheren Verläufen, keine festen Regeln. Mit jedem neuen Abschnitt werden die Bewegungen weniger vorhersehbar, weil der Markt reifer wird und immer mehr unterschiedliche Akteure mitspielen.

Weshalb kommen diese Zyklen etwa alle vier Jahre vor?

Diese Wiederholung folgt diesem Takt, weil das Bitcoin Halving in genau diesem Abstand stattfindet. Im Protokoll hat Satoshi Nakamoto festgelegt, dass die Ausgaberate für Miner nach jedem Block-Intervall um die Hälfte reduziert wird. 

Da im Schnitt alle zehn Minuten ein neuer Block geschürft wird, ergibt sich daraus ein Zeitraum von rund 48 Monaten zwischen zwei dieser Ereignisse. Mit jedem Halving sinkt die Anzahl neuer Bitcoins, die jährlich in Umlauf kommen. 

Das reduziert das neue Angebot, während die Nachfrage tendenziell steigt. In der Vergangenheit folgte auf diese Verknappung typischerweise ein Preisanstieg, oft mit einigen Monaten Verzögerung. Genau diese Mechanik hat den wiederkehrenden Takt geprägt. 

Wichtig dabei: Der Verlauf wird nicht nur durch das Angebot bestimmt. Andere Kräfte wie Anlegerstimmung, geldpolitische Lage und professionelle Beteiligung entfalten sich erst im Rahmen dieses Mechanismus.

Welche Faktoren beeinflussten die bisherigen Zyklen?

Diese Phasen wurden vor allem von vier Kräften bestimmt: dem Halving und der ausgelösten Angebotsverknappung, der Stimmung der Privatanleger, regulatorischen Entwicklungen weltweit und makroökonomischen Bedingungen.

In den ersten beiden Phasen dominierten Privatinvestoren das Geschehen. Die Bewegungen waren stärker emotional getrieben, mit ausgeprägter Volatilität und schnellen Reversals.

In der dritten Periode, die 2020 begann, kam zusätzliche internationale Liquidität durch die expansive Geldpolitik vieler Notenbanken hinzu. Das knappe, unkorrelierte Asset profitierte spürbar davon.

2022 sorgten die Zinserhöhungen der US-Notenbank und das straffere wirtschaftliche Umfeld für eine tiefe Abwärtsphase. Auch regulatorische Eingriffe hatten Wirkung. 

Das Mining-Verbot in China 2021 zog kurzfristig den weltweiten Preis nach unten, langfristig stärkte es die geografische Verteilung der Miner.

Bei jedem dieser Abschnitte wirkte ein einzelner Auslöser nie isoliert, sondern zusammen mit anderen Kräften auf die Kursdynamik.

Welche Faktoren beeinflussen den Krypto-Zyklus?

Den Kryptomarkt beeinflussen heute mehrere Kräfte gleichzeitig: das Halving, die globale Liquidität, die Marktstimmung, regulatorische Entwicklungen und die wachsende professionelle Beteiligung. Die Stimmung am Markt ist ein spürbarer Treiber. 

Indikatoren wie der Fear & Greed Index zeigen in der Analyse, ob sich die Anlegerseite im Modus von Gier oder Angst befindet, und können kurzfristige Bewegungen verstärken. Wirtschaftliche Bedingungen wirken ebenfalls direkt. 

Sinkende Zinsen und steigende internationale Liquidität haben in den vergangenen fünf Jahren regelmässig Aufwärtsbewegungen begünstigt, während straffere Geldpolitik in Korrekturphasen mündete. 

Regulatorische Klarheit, etwa durch die Zulassung von Spot-Produkten in den USA im Januar 2024 oder die MiCA-Regulierung in Europa, öffnet den Zugang für eine grössere Investorengruppe. 

Etablierte Anleger wie BlackRock, Pensionskassen und Unternehmens-Treasuries bringen Kapital in den Markt, das ruhiger und langfristiger orientiert ist als das von Privatanlegern. 

Diese Mischung aus Angebotsknappheit, makroökonomischer Lage und institutionellem Kapital prägt den heutigen Verlauf stärker als das Halving allein.

Warum verändern sich die Marktzyklen?

Die Marktzyklen verändern sich, weil seit dem letzten Halving institutionelles Kapital und makroökonomische Treiber dominieren, anstelle der Privatspekulation, die Bitcoin früher prägte.

Die in den USA zugelassenen ETF-Vehikel haben den Zugang für regulierte Anleger wie Pensionskassen, Vermögensverwalter und Unternehmens-Treasuries fundamental erweitert. Diese Investorengruppe handelt anders als der durchschnittliche Privatanleger.

Positionen werden länger gehalten, Reaktionen auf Schlagzeilen fallen sachlicher aus, die einst extreme Volatilität glättet sich sichtbar. H

inzu kommt: Bereits rund 94 Prozent aller Bitcoins sind geschürft. Der Effekt jedes weiteren Angebotsschocks auf die Gesamtmenge wird damit kleiner. Nach dem letzten Ereignis sank die jährliche Inflationsrate von rund 1,7 auf 0,85 Prozent, eine deutlich kleinere Veränderung als zuvor.

Während dieser Schock früher die treibende Kraft hinter dem Verlauf war, dominieren heute zunehmend grosse Kapitalgeber. Es verhält sich inzwischen wie ein makroökonomisches Asset und reagiert auf Realzinsen, globale Liquidität und Risikobereitschaft an den Kapitalmärkten.

Manche Analysten halten es daher für möglich, dass sich der vierjährige Rhythmus zu einer Periode von fünf Jahren ausweitet. Eine sorgfältige Analyse der eigenen Position bleibt entscheidend.

Fazit

Der Bitcoin Zyklus ist eines der bekanntesten Muster im Kryptomarkt. Über vier Halvings hinweg hat sich ein wiederkehrender Takt aus Aufschwung, Spitze, Abschwung und Erholung etabliert, der vielen Anlegern als Orientierung dient. Garantiert ist dieser Verlauf aber nicht.

Frühere Phasen sind kein Versprechen für zukünftige Ergebnisse, und die aktuelle Periode zeigt, dass institutionelles Kapital, ETF-Produkte und globale Liquidität zunehmend stärker auf den Markt wirken als das Halving allein.

Wer langfristig denkt und das Potenzial der grössten Kryptowährung mitnehmen will, profitiert weniger vom perfekten Timing als von einer ruhigen, kontinuierlichen Strategie. Ein Sparplan, der zu festen Zeitpunkten regelmässig kauft, glättet den Einstiegspreis und reduziert das Risiko, alles im falschen Moment zu investieren.

Solides Risikomanagement und eine ehrliche Analyse der eigenen Annahmen helfen, in jeder Marktphase mit klarer Sicht statt mit Hektik zu agieren. Das eröffnet die Chance, Marktbewegungen besser einzuordnen.

Haftungsausschluss: Relai ist berechtigt, Krypto-Asset-Dienstleistungen in der Schweiz und in der gesamten Europäischen Union im Rahmen des MiCA-Regulierungsrahmens anzubieten. Das Unternehmen erweitert seine Dienstleistungen aktiv auf EU-Mitgliedstaaten nach Abschluss der Passporting-Mitteilungen.

FAQs

Was ist der vierjährige Zyklus von Bitcoin?

Der vierjährige Verlauf beschreibt das Muster, in dem sich der Preis im Takt der Halvings durch eine Abfolge von Akkumulation, Aufschwung, Distribution und Abwärtsphase bewegt. Auslöser ist das Halving, bei dem die Ausgaberate für Miner reduziert wird. Über mehrere Halvings hinweg, vom Start 2012 über 2016, 2020 bis zum letzten Ereignis, hat sich der Ablauf auffallend ähnlich wiederholt, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität.

Ist der Vier-Jahres-Zyklus von Bitcoin noch relevant?

Der Vier-Jahres-Verlauf ist weiterhin relevant, gilt aber nicht mehr als alleiniger Treiber des Marktes. Seit dem letzten Halving zeigt sich, dass institutionelle Investoren und makroökonomische Kräfte den Verlauf verändert haben. Die Volatilität ist gedämpfter, der Anstieg läuft stetiger als in früheren Bullenmärkten. Viele Analysten sehen das Halving heute eher als psychologischen Anker denn als isolierten Auslöser einer Rally. Wer 2025 oder 2026 in die Kryptowährung investiert, sollte den Verlauf als Bezugsrahmen nutzen, sich aber nicht blind darauf verlassen.

Haben Bitcoin-ETFs einen Einfluss auf den Bitcoin Zyklus?

Ja, diese Produkte haben einen klaren Einfluss auf die Dynamik, weil sie eine neue Kategorie von Anlegern und Kapital in den Markt bringen. Seit der Zulassung der US-Spot-Vehikel fliessen regelmässig hohe Beträge aus institutionellen Quellen zu. Diese Akteure reagieren weniger emotional auf kurzfristige Schwankungen. Das hat die Volatilität reduziert und sorgt für eine stetigere, weniger extreme Kursbewegung. Gleichzeitig öffnet sich der Zugang für Anleger, die zuvor regulatorisch nicht in das Asset investieren konnten. Der Verlauf reagiert dadurch heute stärker auf globale Liquiditätsströme und weniger auf reine Privatanleger-Stimmung.

Wie lange geht der Bitcoin-Zyklus noch?

Wie lange der aktuelle Verlauf noch geht, lässt sich nicht exakt sagen, weil die Marktstruktur sich verändert hat. Historisch erreichten Bullenmärkte ihre Spitze etwa zwölf bis 18 Monate nach dem Halving. Das vierte fand im April 2024 statt, das nächste ist voraussichtlich rund um 2028 zu erwarten. Manche Analysten halten es für möglich, dass sich der bisherige Takt auf fünfjährige Distanz ausweitet, weil institutionelles Kapital die Bewegungen stärker glättet. Wer langfristig denkt, sollte den Ablauf als groben Rahmen verstehen, nicht als exakte Prognose.

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