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Welcher ist der beste Bitcoin ETF?

Die Frage nach dem besten Bitcoin-ETF kommt immer mehr auf, primär nach dem Launch der Spot Bitcoin-ETFs in Amerika. Die Antwort auf diese Frage ist vielseitig, wenn man aber nach dem gesamten Vermögensvolumen geht, dann ist klar, dass Stand 2026 der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock, mit einem verwalteten Vermögen von über 53 Milliarden Dollar, einer Jahresgebühr von 0,25 Prozent und einer Liquidität, die kein anderes Produkt auf dem Markt auch nur annähernd erreicht.

Wer schon ein Konto bei einem US-Broker hat, findet im IBIT den zugänglichsten und am besten regulierten Weg, in Bitcoin zu investieren. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es allerdings eine rechtliche Besonderheit.

Echte Bitcoin-ETFs im UCITS-Sinne sind in der EU nicht zugelassen. Was an deutschen und Schweizer Börsen gehandelt wird, sind sogenannte Exchange Traded Notes – kurz ETNs – oder ETPs. Diese Produkte bilden die Kryptowährung Bitcoin ab, haben aber eine andere rechtliche Struktur als ein klassischer börsengehandelter Fonds.

In diesem Artikel schauen wir uns die fünf grössten Bitcoin ETFs aus den USA im Detail an, erklären, was hiesige Investoren stattdessen kaufen können, und gehen ehrlich auf die Frage ein, wann ein Bitcoin-ETF sinnvoll ist – und wann nicht.

Sind Bitcoin-ETFs sinnvoll?

Für viele Anleger sind Bitcoin ETFs ein unkomplizierter Einstieg in die Kryptowährung, ohne sich mit Wallets, Private Keys oder technischen Details zu befassen. Anleger, die bereits Aktien oder klassische ETFs halten, können Bitcoin einfach wie ein weiteres Wertpapier ins Portfolio aufnehmen, ohne neue App, ohne neue Verwahrungslösung.

Das hat praktische Vorteile. Anders als beim direkten Kauf von Bitcoin fallen keine On-Chain-Transaktionsgebühren an. Käufe und Verkäufe laufen über die Börse, oft in Sekunden. Der steuerliche Umgang mit Bitcoin ETFs ist für viele im Kontext eines klassischen Depots vertrauter als beim direkten Bitcoin-Kauf. Ein Haken gibt es trotzdem: Jahresgebühren.

Die Management-Gebühren der europäischen Bitcoin-ETPs liegen je nach Anbieter zwischen 0,05 und 2,00 Prozent des investierten Kapitals – selbst 0,25 Prozent jährlich summieren sich über zehn Jahre spürbar. Wer Bitcoin direkt kauft und langfristig hält, zahlt nur einmalige Transaktionsgebühren und sonst nichts.

Trotzdem ergibt es Sinn, auf Bitcoin ETFs zu setzen, wenn man Bitcoin-Exposure im klassischen Finanzportfolio haben möchte, ohne sich mit der technischen Seite auseinanderzusetzen.

Die verschiedenen Arten von Bitcoin ETFs

Nicht jedes Produkt, das sich “Bitcoin ETF” nennt, ist dasselbe. Die Unterschiede sind für Investoren in Europa besonders relevant, weil nur ein Teil dieser Produkttypen bei deutschen oder Schweizer Brokern überhaupt erhältlich ist.

Spot-Bitcoin-ETFs halten echte Bitcoin in Verwahrung und bilden den aktuellen Kassapreis der Kryptowährung Bitcoin direkt ab. In den USA wurden diese Produkte im Januar 2024 von der SEC, die Börsenaufsichtsbehörde, zugelassen. Der Wert eines Spot-ETFs steigt und fällt 1:1 mit dem Preis von Bitcoin, abzüglich der laufenden Gebühren.

Futures-Bitcoin-ETFs halten keine echten Bitcoins, sondern investieren in Terminkontrakte auf den künftigen Bitcoin-Preis. Der bekannteste war der ProShares Bitcoin Strategy ETF, der in den USA noch vor den Spot-Produkten zugelassen wurde. Das Problem: Durch den regelmässigen Rollover von Futures-Kontrakten entstehen zusätzliche Kosten, die die Wertentwicklung gegenüber dem direkten Kauf von Bitcoin deutlich verschlechtern können.

Bitcoin-ETPs ist ein Oberbegriff für börsengehandelte Produkte rund um die Kryptowährung als Exchange Traded Products. Der Begriff umfasst ETFs, ETNs und ETCs. In Europa sind diese Produkte – Bitcoin-ETPs – der Sammelbegriff für das, was Investoren an hiesigen Börsen tatsächlich kaufen können.

Bitcoin-ETNs (Exchange Traded Notes) sind das in Europa gängigste Produkt für Bitcoin-Exposure. Rechtlich sind sie Schuldverschreibungen und kein Sondervermögen wie bei einem klassischen Investmentfonds. Das bedeutet: Wenn der Emittent insolvent geht, bist du zunächst Gläubiger, nicht Eigentümer eines abgegrenzten Sondervermögens. In der Praxis begegnen die meisten Anbieter diesem Risiko, indem sie ihre ETNs mit echten Bitcoin hinterlegen. Trotzdem sollte man das Emittentenrisiko bei ETNs kennen, da es strukturell etwas anderes ist als beim klassischen Investmentfonds. Ein einzelner ETN-Emittent, der in finanzielle Schieflage gerät, kann für Investoren ein Problem werden, das bei echten, selbst verwahrten Bitcoin schlicht nicht existiert.

Warum gibt es in Europa keine echten Bitcoin ETFs? Die europäische UCITS-Richtlinie schreibt einen Mindestgrad an Diversifikation in einem Fonds vor. Ein Produkt, das ausschliesslich Bitcoins hält, erfüllt diese Anforderung nicht. Deshalb greifen Investoren in Europa auf ETNs zurück.

Bitcoin-ETCs (Exchange Traded Commodities) wurden ursprünglich für Rohstoffe entwickelt, wie Gold oder Silber. Diese ETCs funktionieren nach demselben Prinzip. Einige Bitcoin-Produkte tragen den Namen ETC, strukturell sind sie ETNs sehr ähnlich. Das ETC Group Physical Bitcoin ist eines der bekanntesten dieser Art in Deutschland.

Vor- und Nachteile

Bitcoin ETFs und Bitcoin-ETPs haben echte Vorteile, aber auch Einschränkungen, die man kennen sollte. Diese haben wir einmal aufgelistet und zeigen, was Bitcoin ETFs bieten: 

Vorteile

  • Einfacher Zugang über die Börse: Anleger, die schon ein Depot oder Konto bei einem Broker führen, können Bitcoin-ETF-Anteile direkt kaufen – kein technisches Vorwissen, keine neue App, kein Wallet-Setup nötig.
  • Kein Verwahrungsrisiko selbst tragen: Der Emittent kümmert sich um die Verwahrung der echten Kryptowährung im Hintergrund. Private Keys, Hardware-Wallets und Seed-Phrasen sind kein Thema.
  • Reguliert und institutionell zugänglich: Gerade für Unternehmen und institutionelle Anleger, die in regulierten Märkten agieren müssen, sind Bitcoin ETFs oft die einzige praktikable Möglichkeit, Bitcoin zu integrieren.

Nachteile

  • Laufende Kosten fressen Rendite: Verwaltungsgebühren von 0,25 bis 2,00 Prozent klingen gering, summieren sich aber. Wer direkt in Bitcoin investiert, zahlt einmalige Kaufgebühren – und das war’s.
  • Kein echter Bitcoin-Besitz: Anleger, die Bitcoin ETF-Anteile kaufen, halten keine echten Bitcoins. Die Bitcoins liegen beim Verwahrer des Emittenten – kein Transfer auf eigene Wallets, kein vollständiges Eigentum im Bitcoin-Sinne. ETF und ETN sind dabei praktische Mittel, aber nie das Wirkliche. 
  • Emittentenrisiko: Europäische Bitcoin-ETNs sind Schuldverschreibungen. Im Insolvenzfall des Emittenten ist man zunächst Gläubiger. Dieses Risiko existiert beim direkten Besitz von Bitcoin nicht. Das macht Bitcoin extrem stark als “Bearer” Asset, also als einen Vermögenswert, welchen man immer selbst halten kann, ohne Gegenpartei­risiko.

BlackRock Bitcoin-ETF (IBIT)

Der iShares Bitcoin Trust von BlackRock ist zum grössten Bitcoin ETF der Welt gewachsen. Mit einem verwalteten Kapital von über 60 Milliarden Dollar hält IBIT rund 789’000 Bitcoin – mehr als jedes andere einzelne Anlageprodukt. Allein im April 2026 flossen an einzelnen Handelstagen über 269 Millionen Dollar in das Produkt. Die Jahresgebühr liegt bei 0,25 Prozent, gehandelt wird der ETF an der Nasdaq. Für US-amerikanische und internationale institutionelle Anleger ist IBIT das liquideste Bitcoin-Produkt am Markt.

Was den IBIT besonders macht, ist die Kombination aus BlackRocks Marktstellung und der operativen Infrastruktur dahinter. Als weltgrösster Vermögensverwalter bringt BlackRock ein Vertrauen mit, das anderen Anbietern erst aufgebaut werden muss. Die Bitcoin werden in physischer Form verwahrt, der Kurs bildet direkt den Spot-Preis ab. Anleger, die über regulierte US-Märkte in Bitcoin investieren möchten und grossen Wert auf Liquidität legen, kommen am IBIT kaum vorbei.

Fidelity Bitcoin-ETF (FBTC)

Der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) ist das zweitgrösste Spot-Bitcoin-Produkt in den USA, mit rund 14 Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen. Wie IBIT startete auch FBTC, mit einer Jahresgebühr von ebenfalls 0,25 Prozent. Was Fidelity unterscheidet: Das Unternehmen verwahrt die Bitcoin über seine eigene Tochtergesellschaft Fidelity Digital Assets — ohne externen Custodian wie Coinbase. Für Anleger, denen Transparenz in der Verwahrungskette wichtig ist, ist das ein relevanter Unterschied.

Im ersten Quartal 2026 verzeichnete das Produkt Nettozuflüsse von rund 4,1 Milliarden Dollar. Fidelity hat in der Finanzbranche einen guten Ruf für niedrige Kosten und Zuverlässigkeit. Wer zwischen IBIT und FBTC wählt, liegt mit beiden gut – die Entscheidung hängt letztlich davon ab, welchem Haus man mehr Vertrauen schenkt.

Morgan Stanley Bitcoin-ETF (MSBT)

Der Morgan Stanley Bitcoin ETF (MSBT) ist das Neueste in der Reihe der grossen US‑Bitcoin‑Produkte – erst am 8. April 2026 startete er an der Börse. Was ihn sofort interessant macht: Mit einer Jahresgebühr von nur 0,14 Prozent unterbietet er IBIT und FBTC deutlich und ist damit der günstigste grosse Bitcoin ETF auf dem Markt. Am ersten Handelstag flossen rund 34 Millionen Dollar in das Produkt, über 1,7 Millionen Anteile wechselten den Besitzer. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas ordnet das zu den Top 1 Prozent aller ETF-Starts ein. Nach einer Woche lagen über 100 Millionen Dollar im Produkt.

Morgan Stanley ist damit die erste grosse US-Investmentbank mit einem eigenen Spot Bitcoin ETF. Bitcoin werden über Coinbase Custody verwahrt, der Administrator ist BNY Mellon. Ob MSBT langfristig an IBIT herankommt, ist offen – die günstigeren Gebühren sind aber ein ernstes Argument für alle, die heute in Bitcoin investieren möchten und Kosten minimieren wollen.

Grayscale Bitcoin-ETF (GBTC)

Grayscale ist ein Sonderfall in der Reihe der Bitcoin ETFs. Das Unternehmen startete seinen Bitcoin Trust bereits 2013 als privates Anlagevehikel – erst im Januar 2024 wurde er in einen regulären Spot ETF umgewandelt. Historisch war GBTC für institutionelle Investoren oft die einzige Möglichkeit, reguliert in Bitcoin zu investieren. Diese Sonderstellung ist heute weg.

Das Problem: Grayscale hält weiterhin an einer Jahresgebühr von 1,50 Prozent fest – deutlich über allen Mitbewerbern. Das Resultat sind anhaltende Abflüsse. Seit der Umwandlung im Januar 2024 wurden kumuliert rund 25,9 Milliarden Dollar abgezogen, das verwaltete Kapital ist von 28,6 auf etwa 10 Milliarden Dollar geschrumpft. Für Anleger, die heute neu einsteigen wollen, gibt es wenig rationale Gründe, GBTC gegenüber günstigeren Alternativen zu wählen. Grayscale selbst hat darauf reagiert und den Grayscale Bitcoin Mini Trust (Ticker: BTC) mit 0,15 Prozent Jahresgebühr als kostengünstigen Spin-off aufgelegt.

VanEck Bitcoin-ETF (HODL)

VanEcks Bitcoin Trust (HODL) ist das kleinste der fünf grossen US-Produkte, mit rund 1,23 Milliarden Dollar verwaltetem Kapital. Besonders interessant ist die Gebührenstruktur: Bis Ende Juli verzichtet VanEck auf Verwaltungsgebühren, solange das verwaltete Vermögen unter 2,5 Milliarden Dollar bleibt. Danach gilt eine Jahresgebühr von 0,20 Prozent. Wer kurzfristig in Bitcoin investieren möchte, profitiert davon.

Die Bitcoin werden über einen qualifizierten Custodian mit Cold Storage verwahrt. Das Ticker-Symbol HODL ist kein Zufall – VanEck richtet sich bewusst an Bitcoin-affine Investoren, die das langfristige Potenzial von Bitcoin schätzen. Für Anleger in den USA, die ein kleineres, kostengünstiges Produkt suchen, ist HODL eine solide Option – auch wenn Liquidität und Fondsvolumen weit hinter IBIT und FBTC zurückbleiben.

Bitcoin vs. Bitcoin-ETFs: Was ist besser?

Ich schreibe diesen Artikel für Relai – eine Bitcoin-App, auf der man echte Bitcoin kauft und in einer Non-Custodial Wallet selbst verwahrt. Das macht mich, gelinde gesagt, nicht vollkommen neutral in dieser Frage. Das sei offen gesagt. Aber genau deswegen versuche ich, hier ehrlich zu sein: Beide Wege haben eine Berechtigung, und welcher besser passt, hängt davon ab, was du willst.

Wer echte Bitcoin kauft und selbst verwahrt, hat die volle Kontrolle. Kein Zwischenhändler, kein Custodian, keine Jahresgebühren. Bitcoin in einer eigenen Wallet bedeutet, dass du dein Vermögen wirklich besitzt – unabhängig davon, was eine Firma, ein Produkt oder eine Behörde entscheidet. Für alle, die direkt in Bitcoin investieren wollen, sollte immer ein substanzieller Teil des Portfolios in dieser Form gehalten werden.

Trotzdem gibt es sinnvolle Anwendungsfälle für Bitcoin ETFs. Wer Bitcoin-Exposure in einem bestehenden Konto haben will, ohne den Broker zu wechseln oder eine Wallet einzurichten, findet im ETF einen pragmatischen Weg.

Und ein Punkt, der oft übersehen wird: Wer plant, künftig einen Teil seiner Bitcoins gegen Cash zu tauschen, kann das über einen ETF einfacher abwickeln – oft auch aus steuerlicher Sicht klarer. In Deutschland zum Beispiel gilt beim direkten Besitz von Bitcoin nach über einem Jahr Haltedauer Steuerfreiheit auf Kursgewinne. Bei bestimmten physisch besicherten Bitcoin-ETNs mit Auslieferungsanspruch gilt laut BMF-Schreiben vom Mai 2022 dieselbe Regelung. Synthetische Produkte und US-Spot-ETFs dagegen unterliegen der Abgeltungssteuer – da kann der direkte Bitcoin-Kauf unter Umständen vorteilhafter sein.

Kurz gesagt: Native Bitcoin für echte Kontrolle und langfristigen Vermögensaufbau – Bitcoin ETFs als Ergänzung für alle, die Kryptowährungen einfach und flexibel in ein klassisches Portfolio integrieren wollen.

Wie du den besten Bitcoin-ETF für dich findest

Es gibt kein universell bestes Produkt – das hängt davon ab, wo du wohnst, bei welchem Broker du ein Konto hast, und was dir wichtig ist.

Kosten zuerst. Die Jahresgebühr (TER) ist der sicherste Faktor, den du kontrollieren kannst. Bei US-Produkten liegt die Spanne von 0,14 Prozent (MSBT) bis 1,50 Prozent (GBTC). In Europa, wo Investoren auf Bitcoin-ETNs ausweichen, reicht die Bandbreite von 0,05 Prozent (Bitwise Core Bitcoin ETP) bis 2,00 Prozent. Kleine Unterschiede bei den Gebühren summieren sich über Jahre erheblich.

Fondsvolumen und Liquidität. Grössere Produkte handeln typischerweise mit engeren Spreads und laufen weniger Gefahr, aufgelöst zu werden. IBIT mit über 53 Milliarden Dollar ist in dieser Hinsicht das stabilste Produkt. Europäische Investoren schauen auf Produkte wie den CoinShares Physical Bitcoin oder WisdomTree Physical Bitcoin, die jeweils über eine Milliarde Euro verwalten.

Emittent und Verwahrung. Wer verwahrt die Bitcoin im Hintergrund? Und: Wie ist das Produkt besichert? Vollständig hinterlegte ETNs sind grundsätzlich sicherer als synthetische Konstrukte, die nur Preisexposure über Derivate abbilden.

Zugänglichkeit. US-Spot-ETFs wie IBIT oder FBTC sind für Investoren in Deutschland und der Schweiz über klassische Broker oft schwer oder gar nicht zugänglich. Europäische Bitcoin-ETNs sind für Anleger in Europa in der Regel die praktischere Wahl für Anleger, die über hiesige Broker in Bitcoin investieren möchten.

Wo kaufe ich Bitcoin-ETF-Anteile?

Europäische Bitcoin-ETNs und vergleichbare Produkte kaufst du über klassische Online-Broker – das gleiche Konto, das du für Aktien oder klassische ETFs nutzt. Bekannte Broker wie Trade Republic, Scalable Capital, Flatex oder die Hausbank bieten entsprechende Produkte an. Die Produktauswahl variiert je nach Broker; such an der Börse gezielt nach den ISINs der Produkte, die dich interessieren.

Worauf du bei der Wahl des Brokers achten solltest: Ordergebühren, Handelszeiten, Produktauswahl und ob der Anbieter reguliert ist. Ein günstiger Broker mit intransparenten Konditionen ist keinen Spareffekt wert.

Eine andere Frage ist, ob ein Bitcoin ETF überhaupt das Richtige für dich ist. Wer Bitcoin als langfristige Anlage sieht und die volle Kontrolle haben will, ist mit dem direkten Kauf echter Bitcoins besser bedient. Auf Relai kannst du Bitcoin direkt kaufen und in einer eigenen Wallet verwahren – ohne Mittelsmänner, ohne laufende Gebühren, vollständig in deinem Besitz. Für alle, denen Self-Custody wichtig ist, ist das die konsequentere Option – auch wenn es bedeutet, sich einmal mit der Technik auseinanderzusetzen.

Fazit

Bitcoin ETFs sind keine schlechten Produkte – sie sind ein anderer Weg, um an der Kursentwicklung von Bitcoin zu partizipieren. Wer die Kryptowährung Bitcoin einfach und ohne technischen Aufwand in ein bestehendes Portfolio integrieren will, findet in Bitcoin ETFs und ETPs eine sinnvolle Option. Der IBIT von BlackRock ist das liquideste und grösste Produkt weltweit, der neue MSBT von Morgan Stanley der günstigste mit 0,14 Prozent Jahresgebühr. Grayscales GBTC ist trotz seiner langen Geschichte wegen der hohen Gebühren schwer zu empfehlen.

Investoren in Europa sollten wissen: Echte UCITS-Bitcoin-ETFs existieren in der EU nicht. Was an deutschen und Schweizer Börsen gehandelt wird, sind Bitcoin-ETNs — rechtlich Schuldverschreibungen, kein Sondervermögen. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Unterschied, den man kennen sollte.

Wer echte Bitcoin kaufen und selbst verwahren will, findet in Relai einen direkten Weg — ohne Jahresgebühren, ohne Emittentenrisiko, mit vollem Eigentum an den eigenen Bitcoin.

FAQs

Was sind Bitcoin-ETFs genau?

Ein Bitcoin ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der den Preis von Bitcoin abbildet. Investoren kaufen Anteile wie eine Aktie – ohne selbst Bitcoin zu besitzen oder zu verwahren. In den USA sind seit Januar 2024 sogenannte Spot Bitcoin ETFs zugelassen, die tatsächlich echte Bitcoin halten. In Europa gibt es keine Bitcoin ETFs im Sinne der UCITS-Richtlinie. Stattdessen handeln Investoren Bitcoin ETNs oder ETPs, die rechtlich auf andere Art strukturiert sind, im Handel aber ähnlich funktionieren.

Wie funktionieren Bitcoin-ETFs?

Ein Spot Bitcoin ETF kauft echte Bitcoin und verwahrt diese physisch über einen Custodian. Der Fondspreis orientiert sich direkt am aktuellen Bitcoin-Kurs, abzüglich der laufenden Verwaltungsgebühren. Investoren kaufen an der Börse Anteile wie eine Aktie und partizipieren so an der Wertentwicklung von Bitcoin, ohne selbst eine Wallet zu verwalten. Futures-basierte Bitcoin ETFs funktionieren anders: Sie halten keine echten Kryptowährungen, sondern Terminkontrakte auf den Bitcoin-Preis – was zu Abweichungen vom tatsächlichen Bitcoin-Kurs führen kann.

Warum sollte ich Bitcoin-ETF-Anteile kaufen?

Wer Bitcoin-Exposure in einem klassischen Portfolio haben will, ohne eine neue App oder Wallet einzurichten, findet im Bitcoin ETF oder ETP den unkompliziertesten Einstieg. Besonders sinnvoll für alle, die Bitcoin als Beimischung halten wollen und nicht die volle Kontrolle über eigene Bitcoins anstreben. Institutionelle Investoren und Unternehmen, die in regulierten Märkten agieren müssen, nutzen Bitcoin ETFs oft als einzige zugängliche Form der Bitcoin-Investition.

Bitcoin-ETF oder direkt Bitcoin kaufen? Was ist besser?

Das hängt von deinen Prioritäten ab. Wer Bitcoin langfristig halten will, fährt mit dem direkten Kauf von Bitcoin und eigener Verwahrung in der Regel besser – keine Jahresgebühren, kein Emittentenrisiko, volle Kontrolle. Wer Bitcoin dagegen einfach als Beimischung halten will, ohne technische Details zu verwalten, findet im Bitcoin ETF oder ETP einen pragmatischen Weg. Steuerlich lohnt ein Vergleich: In Deutschland kann der direkte Kauf von Bitcoin nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei sein – ebenso wie bestimmte physisch besicherte ETNs mit Auslieferungsanspruch.

Was wäre, wenn ich vor 5 Jahren 10’000 Dollar in Bitcoin investiert hätte?

Wer Mitte April 2021 – damals nahe am damaligen Zyklushoch von rund 63’000 Dollar pro Bitcoin – 10’000 Dollar investiert hat, hält heute rund 0,158 Bitcoin. Bei einem aktuellen Kurs von etwa 74’000 Dollar entspricht das ungefähr 11.700 Dollar. Ein nominales Plus von rund 17 Prozent über fünf Jahre. Das zeigt, was viele vergessen: Der Einstiegszeitpunkt entscheidet bei Bitcoin enorm. Wer ein paar Monate früher oder später eingestiegen wäre, hätte ein gänzlich anderes Ergebnis. Deshalb setzen viele Investoren auf einen Sparplan – regelmässige Käufe glätten den Einstiegspreis und reduzieren das Risiko, zum schlechtesten Zeitpunkt alles auf einmal zu investieren.

Joël kommt aus der Medienbranche und nutzt diese Erfahrung, um Content in allen Formen und Formaten online zu erstellen. Wenn er nicht schreibt oder Content produziert, teilt er seine Gedanken auf X oder genießt einen köstlichen Kaffee. Folge Joël auf X.