Wer ist Satoshi Nakamoto?

Wer ist Satoshi Nakamoto
Die wahre Identität des mythischen Bitcoin-Erfinders ist immer noch unbekannt. War es eine Einzelperson oder vielleicht eine Gruppe von Menschen? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Wir können jedoch ein paar Vermutungen anstellen und uns einige Kandidaten und Theorien ansehen.

Diese Lektion befasst sich mit den wahrscheinlichsten Kandidaten und Theorien über die wahre Identität des Bitcoin-Erfinders.

Was ist die wahre Identität von Satoshi Nakamoto?

Seit die Person oder Gruppe, die sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto verbirgt, das 9-seitige Bitcoin-Whitepaper und später die erste Version der Bitcoin-Software mit der Welt geteilt hat, fragen sich alle, wer hinter dem geheimnisvollen Namen stecken könnte.

Nach all den Jahren haben Journalisten und Bitcoin-Fans keine nennenswerten Fortschritte bei der Suche nach dem oder den Gesichtern hinter Bitcoin gemacht.

Es gibt jedoch ein paar Leute, die Satoshi sein könnten. Schauen wir also mal nach!

Hal Finney

Hal Finney war ein vielbeschäftigter Programmierer und früher Cypherpunk. Der Journalist Andy Greenberg analysierte Finneys Texte und kam zu dem Schluss, dass der Schreibstil dem von Nakamoto stark ähneln würde. Finney könnte also unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto aufgetreten sein. Greenberg änderte jedoch seine Meinung, als er sich mit Finney traf und die E-Mails zwischen ihm und Nakamoto durchlas. Danach war für Greenberg klar, dass Finneys Behauptung, er sei nicht Nakamoto, sondern habe nur zuerst dem Pseudonym geholfen, schlüssig war. Finney, ein Marathonläufer, machte seine ALS-Krankheit 2009 offiziell; im März 2013 postete er im BitcoinTalk-Forum, dass er nun vollständig gelähmt sei. Er arbeitete bis kurz vor seinem Tod weiter an Bitcoin und starb im August 2014. Sein Körper wurde mittels Kryokonservierung eingefroren, um ihn irgendwann wiederzubeleben.

Adam Back 

Ein interessanter Kandidat ist Adam Back. Er ist ein früher Cypherpunk und interessierte sich schon viel länger für Kryptografie und digitales Geld. Er hat auch Hashcash erfunden, eine der Kernkomponenten für das Bitcoin-Mining, und wird im ursprünglichen Bitcoin-Whitepaper von Satoshi Nakamoto direkt zitiert. Back war eine der ersten beiden Personen, die eine E-Mail von Nakamoto erhielten, aber er behauptet, dass er sie erst einige Zeit später beachtet hat. Heute ist er eine wichtige Figur in der Bitcoin-Branche. Als CEO von Blockstream, einem der einflussreichsten Bitcoin-Unternehmen der Welt, beschäftigt er mehrere Bitcoin-Entwickler und arbeitet an anderen Dingen wie der Satellitenübertragung der vollständigen Bitcoin-Blockchain. Back ist ein regelmäßiger Gast bei Podcasts und Konferenzen, bestreitet aber stets, Satoshi zu sein oder überhaupt zu wissen, wer die Person hinter dem Pseudonym ist.

Nick Szabo

Wie bei Hal Finney gibt es auch bei Szabo Indizien, die darauf hindeuten, dass er der eigentliche Schöpfer von Nakamotos Texten und Codes ist. Szabo war nicht nur ein Programmierer, der sich für Kryptografie interessierte, sondern auch jemand, der sich ausgiebig mit der Geschichte des Geldes und – als einer der Ersten überhaupt – mit den rechtlichen Auswirkungen von digitalen Verträgen, sogenannten „Smart Contracts“, beschäftigte. Im Jahr 1998 veröffentlichte er ein Paper, in dem er den theoretischen Entwurf von ‘Bit Gold’ beschrieb. Dieser geistige Vorläufer Bitcoins wurde jedoch nie technisch umgesetzt. Was vielen verdächtig vorkommt, ist, dass Szabos ‘Bit Gold’ trotz vieler Parallelen nicht im Bitcoin-Whitepaper erwähnt wird. Szabo selbst hat dies immer vehement bestritten. Im Jahr 2014 schrieb er dem Journalisten Dominic Frisby eine E-Mail: „Ich fürchte, Sie haben mich fälschlicherweise als Satoshi [Nakamoto] entlarvt, aber daran bin ich gewöhnt.“ Der New York Times-Journalist Nathaniel Popper, der in seinem Buch ‘Digital Gold’ die Anfänge von Bitcoin nacherzählt, hält Szabo trotz seiner Beteuerungen für Nakamoto.

Dorian Nakamoto 

Im Jahr 2014 hatte das US-Wochenmagazin Newsweek eine große Geschichte am Haken, weil es angeblich Satoshi Nakamoto entlarvt hatte. Nicht nur sein Nachname war der richtige, auch andere Hinweise waren korrekt. Nakamoto lebte nicht weit von Hal Finney entfernt, hatte in Kalifornien Physik studiert und als Informatiker für die Regierung an geheimen Projekten des Verteidigungsministeriums gearbeitet. In den 1990er Jahren wandte er sich nach Angaben seiner Tochter dem Libertarismus zu. Als weitere Medien begannen, ihn zu befragen, wies er die von Newsweek aufgestellten Behauptungen zurück. Es wurde deutlich, dass der ältere Herr nicht genau wusste, worum es bei Bitcoin ging. Er sagte, die Aussagen gegenüber Newsweek seien aus dem Zusammenhang gerissen und er dachte, der Journalist hätte ihn nach seiner früheren Arbeit für die Regierung gefragt. Dorian Nakamoto ist dennoch zu einem Star in der Bitcoin-Szene geworden, der regelmäßig zu Konferenzen eingeladen wird – und diese Einladungen gerne mit einer gesunden Portion Selbstironie annimmt.

Craig Wright

Der kontroverseste Kandidat ist zweifelsohne der australische Unternehmer und Informatiker Craig Wright. Anders als Szabo oder Finney macht Wright nicht durch Dementis auf sich aufmerksam; im Gegenteil: Wired schrieb im Dezember 2015, dass Wright entweder Bitcoin erfunden hat oder ein genialer Fälscher ist, der die Welt davon überzeugen will, dass er Nakamoto ist. Seitdem führt er einen erbitterten Kampf gegen alle, die daran zweifeln. 2019 meldete er ein Patent auf das Bitcoin-Whitepaper und die Bitcoin-Code-Version 0.1 an. Im Streit um die Blockgröße von Bitcoin hat er auch seine Bitcoin-Fork ins Leben gerufen. Ihr Name ist, wie könnte es anders sein, Bitcoin SV (Satoshi’s Vision).

Other theories

Könnte es sein, dass hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto nicht eine Einzelperson, sondern ein Team steckt? Zum Beispiel Cypherpunks wie Adam Back, Hal Finney und Nick Szabo, auf deren Arbeit im Bitcoin-Whitepaper direkt oder indirekt Bezug genommen wird. Eine andere interessante Theorie ist, dass Nakamoto ein Niemand war, der das Geschehen aus dem Verborgenen beobachtete. Darüber hinaus kursieren noch Dutzende anderer Theorien. Zum Beispiel, dass Bitcoin eine Erfindung des US-Geheimdienstes war und der Gründer der Silk Road, Ross Ulbricht, oder sogar Tesla-Chef Elon Musk dahinter steckte. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Und am Ende ist es auch egal. Denn wie Bitcoin-Fans zu sagen pflegen: „Wir sind alle Satoshi“.

Zusammenfassung:

  • Es gibt viele Theorien darüber, wer der mysteriöse Bitcoin-Erfinder gewesen sein könnte. Einige der populärsten Theorien deuten auf eine kleine Gruppe von frühen Kryptographen und Cypherpunks hin, weil sie über das technische Wissen verfügen.
  • Eine Theorie besagt, dass Satoshi Nakamoto keine Einzelperson war, sondern eine Gruppe, die zusammenarbeitete und sich die Verantwortung teilte.
  • Wahrscheinlich werden wir nie erfahren, wer Satoshi Nakamoto war.

Haftungsausschluss: Keiner dieser Inhalte stellt eine Anlageberatung dar. Führe stets eigene Recherchen durch, bevor du in einen digitalen Vermögenswert investierst.

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