Wie sich kommende EU-Verordnungen (nicht) auf Relai auswirken werden

Die Gesetzgebung rund um Bitcoin und andere Krypto-Assets macht in der Europäischen Union große Schritte vorwärts. Wir bei Relai sind bereit für eine umfassende Krypto-Regulierung, die auch die Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) und die Verordnung über Geldtransfers (TFR) umfasst. In diesem Blog Post möchten wir etwas ins Detail gehen, was MiCA und TFR konkret für uns bedeuten.

Das Wichtigste zuerst: Als reines Bitcoin-Unternehmen sind wir zuversichtlich und glauben, dass wir letztendlich besser dastehen werden als Krypto-Unternehmen. Lass uns erklären, warum.

Eine kurze Auffrischung zu MiCA und TFR

Wie bereits in einem früheren Blog-Beitrag erwähnt, sind die Markets in Crypto-Assets (MiCA) und die Transfer of Funds Regulation (TFR) die beiden Dinge, die in Bezug auf die Bitcoin- und Krypto-Regulierung für all jene wichtig sind, die Nutzer in der Europäischen Union bedienen. Die Schweiz, wo Relai seinen Sitz hat, liegt zwar nicht in der Europäischen Union, da wir aber Nutzer in EU-Ländern haben, müssen wir uns an diese Regeln halten.

  • Märkte für Krypto-Assets (MiCA)

MiCA ist der Name eines regulatorischen Rahmens für alles, was mit Bitcoin und Kryptowährungen in der EU zu tun hat. Dazu gehören die Ausgabe von Krypto-Assets (einschließlich Stablecoins) sowie Handels- oder Verwahrungsunternehmen für Krypto-Assets. Am 30. Juni 2022 erzielten die EU-Institutionen nach jahrelangen Diskussionen und Verhandlungen eine Einigung über MiCA. Die Regeln zielen vor allem darauf ab, den Marktmissbrauch einzudämmen, und sollen letztendlich Verbraucher und Verbraucherinnen stärken. Das Ergebnis soll ein harmonisierter EU-Markt für Krypto-Assets sein, der auch eine für die Branche dringend nötigte regulatorische Klarheit schaffen soll.

  • Verordnung über den Geldtransfer (TFR)

TFR ist eine weitere Ebene, die auch als „Travel Rule“ bezeichnet wird. Diese wird von vielen Experten in diesem Bereich als problematisch angesehen, da sie strenge Anti-Geldwäsche-Vorschriften für Krypto-Asset-Anbieter einführt, um Bitcoin-Transaktionen (und andere Krypto-Assets) genau zu überwachen. Dieses Regelwerk gilt jedoch hauptsächlich für Anbieter mit Depotfunktion (wie zum Beispiel Bitpanda) und wird keine spürbaren Auswirkungen auf Anbieter ohne Depotfunktion (wie zum Beispiel Relai) haben.

Unsere Perspektive Und Einschätzung

Sowohl MiCA als auch TFR sollen im Januar 2023 in Kraft treten. Wir haben jedoch 18 Monate Zeit, um sie vollständig umzusetzen. Das bedeutet, dass sich bis Juni 2024 für Relai-Nutzer nichts unmittelbar ändern wird. Wie immer wollen wir hier völlig transparent sein: Für uns als Unternehmen gibt es keinen Weg, diese Verordnung zu umgehen. Das bedeutet, dass wir in Zukunft etwaige uns direkt betreffende EU-Vorschriften einhalten müssen.

  • Die kurzfristige Perspektive (2 Jahre):

Im Moment kann unser Service genau so weiterlaufen wie bisher. Das bedeutet, dass sich für dich als Nutzer nichts ändert. Das Einzige, was wir beobachten, ist, dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) die Grenzen für Non-KYC-Käufe auf 1.000 CHF pro Monat und 12.000 CHF pro Jahr senken könnte.

Non-KYC-Käufe können wir also noch weiterhin anbieten. Wenn du KYC nutzen willst, um z.B. deine Limits zu erhöhen, kannst du das bereits jetzt in der Relai-App tun.

  • Die langfristige Perspektive (+2 Jahre):

Im Januar 2024 planen wir eine Übergangszeit, in der wir die Non-KYC-Käufe langsam abschalten werden. Die Realität sieht so aus, dass wir die Verordnung einhalten müssen und es daher keinen Weg daran vorbei gibt.

Ab Juni 2024 wird die neue EU-Verordnung (MiCA) auf der Nationalität des Kunden basieren und nicht mehr auf dem Standort des Unternehmens, ähnlich wie bei der GDPR-Gesetzgebung.

Für Schweizer Kunden bleibt alles beim Alten, d.h. die 1.000 CHF pro Tag (oder pro Monat, wenn die neue FINMA-Verordnung 2023 in Kraft tritt) können weiterhin ohne KYC/AML-Verfahren gehandelt werden (da die FINMA die Grenzen nicht senkt).

Einige abschließende Überlegungen

Non-Custodial Wallets werden unser wichtigstes Unterscheidungsmerkmal bleiben. Es gibt in Europa keine große Börse oder keinen Broker, der dies anbietet. Und selbst wenn KYC verpflichtend ist, können wir dieses Feature unseren Nutzern weiterhin anbieten. Alles in allem ist es also ein großer Vorteil, ein reines BTC-Unternehmen zu sein, und wir sind voll und ganz bereit für mehr Regulierung in Europa.

Haftungsausschluss: Keiner dieser Inhalte stellt eine Anlageberatung dar. Führe stets eigene Recherchen durch, bevor du in einen digitalen Vermögenswert investierst.

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